Auch das HFR sucht einen neuen Generaldirektor

Marc Devaud geht in den vorzeitigen Ruhestand: Er bleibt am Steuer des Freiburger Spitals, bis die Nachfolge geklärt ist.

, 14. Juni 2024 um 09:13
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Seit 2018 im Amt: Marc Devaud  |  Bild: PD HFR
Der Generaldirektor des Freiburger Spitals (HFR) geht in den vorzeitigen Ruhestand. Marc Devaud steht seit Juli 2018 an der operativen Spitze der Kantonsspital-Gruppe und wird noch im Amt bleiben, bis seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger die Arbeit aufgenommen hat. Die entsprechende Suche wird nun in die Wege geleitet.
Marc Devaud, 61, hatte dem Verwaltungsrat schon vor ein paar Monaten seine Pläne mitgeteilt. Gemeinsam entschied man, den Rücktritt erst nach den 9. Juni bekannt zu geben, um den Abstimmungskampf nicht zu beeinflussen: Am vergangenen Wochenende entschieden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Freiburg über eine 175-Millionen-Finanzspritze für das HFR.
«Da das Dekret zur Finanzierung des HFR von der Bevölkerung klar angenommen wurde, können demnächst mehrere Projekte in Angriff genommen werden», sagt Marc Devaud: «Nach sieben Jahren intensiver Arbeit halte ich es für den richtigen Zeitpunkt, den Stab an eine Person zu übergeben, die diese Baustellen langfristig und mit der nötigen Energie begleiten kann.»
HFR-Präsidentin Annamaria Müller äusserte Bedauern über Devauds Entscheid und zugleich «tiefe Dankbarkeit für seine Arbeit und sein Engagement».
Devaud verantwortete in den letzten Jahren die Umsetzung der Strategie 2030, welche eine umfassende Transformation für das HFR vorsieht. Unter seiner Leitung wurde die Akutpflege auf den Standort Freiburg konzentriert, es entstand das erste Gesundheitszentrum in Riaz, und die Rehabilitation wurde nach der Schliessung des Standorts Billens an den drei Aussenstandorten neu organisiert. Auch die Governance des HFR wurde angepasst. Darüber hinaus setzte sich Marc Devaud für die Einführung des Masterstudiengangs Medizin ein, der mit der Universität Freiburg aufgebaut wurde.
  • Gesucht: Ein Chef für das CHUV. Nicolas Demartines tritt Ende dieses Jahres als CEO zurück. Zugleich führt das Lausanner Unispital einen neuen Spitzen-Job ein.

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