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Die Universitätsklinik Balgrist hat es geschafft

Die Universitätsklinik Balgrist wurde mit EMRAM 6 - die zweithöchste Stufe bezüglich Digitalisierungsgrad – ausgezeichnet.

, 15. Januar 2023 um 23:00
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Das Electronic Medical Records Adoption Model (EMRAM) misst weltweit den Digitalisierungsgrad in Spitälern und wurde von der HIMSS Analytics Group im Jahre 2005 erstellt. Dieses Model ermöglich den direkten Vergleich von digitalen Arbeitsprozessen im Klinikalltag mit mehr als 9’000 Spitälern rund um den Globus. Dabei werden acht Zertifizierungsgrade (0-7) unterschieden. Mit der erreichten Stufe 6 ist die Universitätsklinik Balgrist derzeit die einzige Klinik europaweit, welche nach den neuen – seit dem 1. Januar 2022 geltenden EMRAM-Kriterien – zertifiziert wurde. Dabei wurden sämtliche ambulanten und stationären Prozesse in allen Fachabteilungen der Kliniken analysiert, bewertet und schliesslich erfolgreich zertifiziert.
Nach der Erstzertifizierung im Jahr 2016 (Stufe 5 erreicht) wurde für die Universitätsklinik Balgrist klar: Auf diesem Zertifizierungslevel soll weiter aufgebaut, optimiert und digitalisiert werden. Ninoslav Teodorovic, ICT-Leiter in der Universitätsklinik Balgrist, erklärt: «Wir wollten die digitale Transformation gezielt nutzen und streben nach stetiger Optimierung der klinischen Abläufe. EMRAM ist das einzige Vergleichsmittel dafür. Die Anforderungskriterien dieses Zertifizierungsmodels gaben uns relevante Meilensteine vor, welche wir mit unserer ICT-Strategie abglichen. Daraus resultierte dann die Roadmap mit zwei Hauptzielen: Eine noch höhere Behandlungsqualität und eine weiter gestärkte Optimierung der digitalen Prozesse bezüglich Effizienz und Transparenz. Die Orientierung an den geltenden EMRAM-Kriterien – inkl. die Anforderungskriterien der höchsten Stufe 7 - soll auch in Zukunft beibehalten werden und als Grundlage in die Strategieplanung einfliessen. Nur so ist es möglich, die Spital-ICT auf einem weiterhin sehr hohen Niveau über alle Klinikbereiche zu pflegen».
Der Balgrist setzt in der ganzen Klinik über alle Abteilungen das Schweizer Klinikinformationssystem KISIM von der Firma CISTEC AG ein. Oliver Handgrätinger, Teamleiter Medizinische Applikationen der Universitätsklinik Balgrist, erklärt: «Alle Berufsgruppen können mit KISIM auf ein einziges klinisches System zugreifen, mit dem Vorteil, dass sämtliche Daten in Echtzeit und ortsunabhängig für alle User sofort abgebildet werden. Eine der wichtigsten EMRAM-Anforderungen war der geschlossene Medikationsprozess (Closed Loop Medication), welcher von der Medikamentenverordnung, der Bereitstellung bis hin zur Abgabe am Spitalbett geht. Um dem Klinikpersonal dabei die lückenlose Dokumentation zu vereinfachen, setzen wir die verschiedenen mobilen Devices (Handy, Tablets, Laptops) fürs KISIM Mobile, die native App von KISIM, ein. Dies verkürzt die Kommunikationswege und die Scanning-Funktionen direkt beim Patientenbett werden möglich».
Ein weiteres grosses Thema, insbesondere im Zusammenhang mit der Digitalisierung im Gesundheitsweisen, ist Cybersecurity. Mit der EMRAM-Validierung wurde diese Thematik deutlich verschärft und die Schulung resp. Sensibilisierung des Klinikpersonals haben stark an Bedeutung gewonnen. Dank KISIM werden die fachübergreifende Kommunikation, die medienbruchfreie Datenerfassung und die stetige Prozessoptimierung deutlich gefördert.
«Ein weiteres Beispiel», erklärt Oliver Handgrätinger, «ist das im KISIM vollintegrierte PDMS, welches im 2020 für die Intensivstation von CISTEC installiert und integriert wurde. In diesem Kontext folgte dann als letztes grosses KISIM-Puzzleteil die Einführung des Anästhesieprotokolls, das ab 2023 die direkte Übermittlung der automatisch generierten A-QUA-Dokumentation ermöglicht. Nun bestehen keine aufwändigen oder nur schwer lösbaren Datenschnittstellen mehr zwischen einem KIS und einem separat installierten PDMS – es ist alles in einem System integriert. Das erleichtert auch Mitarbeiterschulungen, Stammdatenpflege und vereinfacht die Systemverwaltung. Der vollständige Übergaberapport, welcher auf Knopfdruck in der KISIM-Kurve generiert werden kann, ermöglicht eine kurze und effiziente Übergangszeit vom OP-Saal zur Station. Dies spart Zeit und schafft sofort Klarheit».
Marjolein Stronks, Applikationsmanagerin in der Universitätsklinik Balgrist und ehemalige Pflegefachfrau, meint: «KISIM als umfassende ICT-Lösung ist äusserst bedienungsfreundlich und wird vom Spitalpersonal sehr geschätzt. Die vielen positiven Feedbacks bestätigen dies und machen das Arbeitsumfeld sowie den Balgrist als Arbeitgeber attraktiv. Zudem sind die digitalen Daten auch für Projekte in der Forschung sehr interessant».
Im KISIM können aber auch vor- und nachgelagerte Behandlungsprozesse, z.B. die Spitex-Betreuung, Telemedizin, Spitaleintritte/eCheck-in, Gerätedaten (IPS/OP), die Weiterbehandlung Zuhause, Patienten-Leitsystem im Klinikgebäude, und vieles mehr abgebildet werden.
«Eine klare Endvision für die digitale Transformation zu definieren, welche man auch immer wieder kritisch hinterfragt und allenfalls den Aktualitäten anpasst, ist ganz wichtig», sagt Ninoslav Teodorovic. «Dabei ist es besonders wertvoll, einen verlässlichen und langjährigen Partner wie die CISTEC AG an der Seite zu haben, der die Besonderheiten des Schweizer Gesundheitsmarkts kennt und zu dem eine hervorragende professionelle Beziehung besteht».
*Text basierend auf Clinicum-Ausgabe Dezember 2022
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