2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.
Efas – warum einfach, wenn es kompliziert auch geht?
Comparis-Experte Felix Schneuwly beschreibt, wie man die Efas-Vorlage mit vier Bestimmungen einfach und klar hätte gestalten können.
Gastbeitrag von Felix Schneuwly, 20. Dezember 2023 um 05:07«Würden die Krankenversicherer konsequent nur WZW-konforme Medizin zu Lasten der Grundversicherung vergüten, wäre es egal, wie viele Ärztinnen, Spitäler und andere medizinische Leistungserbringer von den Kantonen eine Zulassung bekommen.»
«Mit Efas dürfen die Kantone nun für alle Leistungserbringer Zulassungsbeschränkungen verhängen, wenn sie finden, es gäbe zu viele Apothekerinnen, Pflegefachkräfte, Psychotherapeuten oder was auch immer.»
«Denen, die jetzt mit den Privatspitälern als Rosinenpicker kommen, entgegne ich, dass die Kantone auch die gemeinwirtschaftlichen Leistungen wie Geburtsabteilungen in Randregionen ausschreiben sollten.»
- «Die Kantone beteiligen sich mit einem fixen Anteil an der Finanzierung der in diesem Gesetz definierten medizinischen Leistungen und überweisen diesen Anteil wie die individuellen Prämienverbilligungen an die Krankenversicherer.
- Der Bundesrat bestimmt den Kantonsanteil nach Anhörung der Kantone und Versicherer auf Verordnungsstufe.
- Diese einheitliche Finanzierung tritt sieben Jahre nach dem Parlamentsbeschluss in Kraft.
- Der Bundesrat regelt den Übergang zur einheitlichen Finanzierung auf Verordnungsstufe.»
«Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider kann im bundesrätlichen Beliebtheitsranking rasch den ersten Platz erobern, wenn sie das KVG ausmistet.»
Artikel teilen
Kommentar
Koordinierte Versorgung: Netzwerke sind vom Tisch
Der Ständerat beriet über das Massnahmenpaket zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen. Er plädierte nun ebenfalls für Mengenrabatte bei umsatzstarken Medikamenten.
Spital Zofingen: Bundesrat findet Verkauf unproblematisch
SP-Nationalrat Cédric Wermuth warnte vor einer schleichenden Privatisierung der Grundversorgung – der Bundesrat sieht in der Übernahme des Spitals Zofingen durch SMN kein Problem.
BAG muss elf Millionen Franken sparen und 20 Stellen streichen
Das Bundesamt kürzt bei der Kinderarzneimittel-Datenbank, bei der Prävention und beim Strahlenschutz.
Kanton Bern hat neuen Leiter des Gesundheitsamtes
Der Regierungsrat des Kantons Bern hat Philipp Banz zum Nachfolger von Fritz Nyffenegger an der Spitze des Gesundheitsamtes ernannt.
Mehr kompetente Patienten, weniger Behandlungen
Eine Erklärung von Vertretern des Gesundheitswesens fordern einen stärkeren Fokus auf Patienten – statt auf Profit und möglichst viele Behandlungen.
Demo gegen die Mängel in der Gesundheitsversorgung
Mehr Ausbildungsplätze, weniger Bürokratie: FMH, Pharmasuisse, ChiroSuisse, SSO und GST legten in Bern einen gemeinsamen Forderungskatalog vor.
Vom gleichen Autor
Palliative Care: «Wir brauchen nicht mehr Betten in Spitälern, aber in Hospizen»
Renate Gurtner Vontobel, die ehemalige Geschäftsführerin von Palliative.ch, blickt auf ihre fünfeinhalbjährige Amtszeit zurück.
«Kritiker der Komplementärmedizin haben eine zu einseitige Sicht»
SP-Ständerätin Franziska Roth kritisiert im Interview die Haltung von Gegnern der Komplementärmedizin. Sie verkennen den Wert der ärztlichen Expertise.
Physiotherapie: Die Stolpersteine im Tarifstreit
Wie weiter im Tarifstreit in der Physiobranche? Die Frage ist: Welcher Streit – jener über die Tarifstruktur oder jener über den Preis?