Schliessungspläne bei Hirslanden: «Es trifft mich persönlich sehr»

Im Falle der Schliessung der Schaffhauser Hirslanden-Klinik Belair werden Entlassungen wohl unvermeidbar sein. Die Klinik beschäftigt rund 120 Mitarbeitende.

, 4. Juni 2019 um 08:44
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Diese Entwicklung schmerzt alle. | Peter Werder (Direktor Hirslanden-Klinik Belair)
Dass Spitäler unter Konsolidierungsdruck stehen, ist nicht ganz neu. Trotzdem trifft die Nachricht die Branche irgendwie überraschend: Die seit 2001 zur Hirslanden-Gruppe gehörende Schaffhauser Privatklinik Belair steht vor dem Aus. Auf dem Spiel stehen 120 Stellen, wie Medinside berichtete. 
«Es trifft mich persönlich sehr, wenn ich an das langjährige, erfolgreiche Bestehen dieser sehr kleinen, aber renommierten Klinik mit ihrem engagierten und kompetenten Team denke», sagt Peter Werder, seit 2016 Direktor der Klinik.

Es besteht noch Hoffnung!

«Umso mehr werden wir die Zeit der Konsultation nochmals für ein Abwägen von Alternativen zu einer Schliessung nutzen», so der Klinikdirektor weiter. Diese Entwicklung schmerze uns alle – mich persönlich wie auch die Kolleginnen und Kollegen der Geschäftsleitung des Belair, sagt auch Hirslanden-CEO Daniel Liedtke.
Bis zum Freitag, 21. Juni 2019 haben die Mitarbeitenden und alle Beteiligten die Möglichkeit, Vorschläge einzureichen. Ideen und Lösungen, wie die Folgen einer allfälligen Schliessung gemildert werden könnten oder eine Klinikschliessung abzuwenden wäre. 

Sozialplan in Ausarbeitung

Sollte eine Betriebseinstellung unvermeidbar sein, werde den Mitarbeitenden nach Möglichkeit eine Anstellung an einer anderen Klinik der Hirslanden-Gruppe angeboten, teilt Hirslanden mit. Das Spital arbeitet zudem mit rund 40 Belegärzten zusammen.
«Aus gegenwärtiger Sicht werden Entlassungen im Falle einer Schliessung jedoch unvermeidbar sein», heisst es weiter. Ein entsprechender Sozialplan für die diversen Gruppen von Mitarbeitenden stehe in Ausarbeitung.
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