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Die Kostenbremse-Initiative ist zurecht gescheitert. Sie bot kein konkretes Rezept, um die Gesundheitsausgaben zu bremsen.
Gastbeitrag von Bettina Balmer, Fabian Kraxner und Belinda Nazan Walpoth , 10. Juni 2024 um 05:52- Bettina Balmer ist Kinderchirurgin und FDP-Nationalrätin. Sie ist zudem Co-Präsidentin der FDP Frauen im Kanton Zürich.
- Fabian Kraxner ist Psychiater und Exekutiv-Gemeinderat. Er ist zudem Co-Präsident der Grünliberalen im Bezirk Affoltern ZH.
- Belinda Nazan Walpoth ist Kardiologin und SP-Grossrätin des Kantons Bern.
«Die medizinische Versorgung soll nicht konjunkturabhängig sein.»
- Die medizinische Versorgung soll nicht konjunkturabhängig sein. Gerade in schlechten wirtschaftlichen Zeiten treten mehr Erkrankungen auf. Eine Koppelung an die Wirtschaft ist deshalb unlogisch.
- Ein starrer Kostendeckel führt zur Rationierung von medizinischen Innovationen und Leistungen im Grundversicherungsbereich. Dadurch entsteht eine Zweiklassenmedizin mit Benachteiligung von schwer und chronisch Erkrankten.
- Die Kostenbremse-Initiative bot kein konkretes Rezept, wie am Ende die Kosten gedämpft würden.
- Die Initiative berücksichtigte die unvermeidbare, demographische Alterung unserer Gesellschaft nicht.
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