Wer will bei den Helios-Kliniken einsteigen?

Der deutsche Healthcare-Konzern Fresenius sucht offenbar Interessenten für den Privatspital-Riesen Helios.

, 11. April 2022 um 04:00
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Interessante Manövriermasse: Helios-Klinik in Berlin  |  Bild: PD
Fresenius will seine Beteiligung an der Privatklinik-Gruppe Helios versilbern: Der deutsche Konzern plant, einen 20-Prozent-Anteil zu verkaufen. Dies meldet die amerikanische Wirtschaftsagentur «Bloomberg» unter Verweis auf «people familiar with the matter».
Fresenius habe die Bank of America und JP Morgan beauftragt, Interessenten für einen Einstieg bei Helios zu finden.
Helios gehört seit 2005 zu Fresenius. Es ist Europas führende Privatklinik-Kette, sie beschäftigt rund 125'000 Personen in Deutschland, Spanien und Lateinamerika. In Deutschland gehören unter anderem 89 Kliniken und 130 Ambulatorien zum Helios-Netzwerk. Der Umsatz erreichte letztes Jahr 6,7 Milliarden Euro.
Zum Vergleich: Die Hirslanden-Gruppe setzte im Geschäftsjahr 2020/21 rund 1,5 Milliarden Euro um. 
Fresenius wollte die Meldung nicht kommentieren. Ganz überraschend ist sie allerdings nicht: Konzernchef Stephan Sturm hatte bereits im Februar erwähnt, dass man den Einstieg von externen Investoren bei Helios prüfe – sowie «auf Sicht» sogar einen Börsengang der Spitalgruppe. 
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