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Die IS-H-Alternative bereits im Hause
Universitätsklinikum Köln deckt Prozesse von der Aufnahme bis zur Abrechnung in ORBIS ab.
, 20. November 2024 um 11:09„Wir haben noch nie so viele IT-Projekte gleichzeitig bearbeitet, was auch am Krankenhauszukunftsgesetz liegt. Und das zu einer Zeit, in der es an Fachpersonal mangelt.“
„Ich sehe Dedalus HealthCare als wichtigen strategischen Partner und ORBIS als eine zentrale Säule unserer digitalen Transformation. Wir wollen weniger in Individualprojekte und mehr in übergreifende Prozesse investieren und mit PRO-ORBIS eine spürbare Verbesserung der Prozesse, der Behandlungsqualität und der Erlössituation schaffen.“
KIS-Erweiterung als Mammutprojekt
„Im Rahmen von PRO-ORBIS wollen wir eine verbesserte Dokumentation von der Aufnahme bis zur Abrechnung schaffen und so die Abläufe an der Uniklinik Köln insgesamt auf ein höheres Niveau heben“, so Overath.
„Da sich das Organisationsmodell von ORBIS bisher stark an SAP orientiert und beispielsweise alle Ambulanzen in derselben Organisationseinrichtung gesammelt sind, müssen wir alles neu konzipieren, damit wir ORBIS sinnvoll für vielfältigste Verbesserungen nutzen können. Das gesamte Rechte- und Rollenkonzept wird neu aufgebaut, unsere Medizinischen Versorgungszentren werden als separate Mandanten eingerichtet, um Datenschutzanforderungen gerecht zu werden, alle Schnittstellen zu den Subsystemen werden neu aufgebaut“, nennt Overath ein paar Herausforderungen bei der Neuausrichtung des KIS.
„Ich sehe Dedalus HealthCare als strategischen Partner und ORBIS als eine zentrale Säule unserer digitalen Transformation: Die können wir nur gemeinschaftlich stemmen. Das Unternehmen hat sein Know-how bereits bei ähnlichen KIS-Umstellungen in anderen Universitätskliniken unter Beweis gestellt“, so der IT-Direktor.
Durchgehende Prozesse gewünscht
„Wir führen schrittweise die digitale Ambulanz ein und setzen mithilfe einer Vorlage von Dedalus HealthCare die Arztbriefschreibung neu auf“, so Overath.
„An sich kann die Begründung für einen stationären Aufenthalt digital übertragen werden, allerdings haben wir über 25 unterschiedliche Aufnahmebögen und noch mehr Ablaufvarianten: Somit kann die relevante Information nach einheitlicher Systematik nicht einfach übertragen werden – aktuell muss manuell nachgepflegt werden. Auch dieses Risiko sehen wir nach der Umstellung und einer Standardisierung deutlich reduziert“, formuliert Overath seine Erwartung.
Erfahrung und Know-how gefragt
„Das bedeutet gezielte Schulungen für unsere Aufnahmekräfte und einen nennenswerten Ressourceneinsatz, weil wir ansonsten Schwierigkeiten im Gesamtprojekt bekommen“, betont der IT-Direktor.
„Wir müssen also sicherstellen, dass insbesondere die Aufnahme gut läuft, dass die Nachfolgeprozesse wie das Order-Entry sauber laufen, dass Leistungen über Schnittstellen verlässlich und fehlerfrei übertragen werden und das auch überprüft wird“, beschreibt Overath ein paar Herausforderungen im Projekt PRO-ORBIS.
„In der Vergangenheit haben wir zu viele Ressourcen in die Realisierung von Individualentwicklungen investiert und zu wenige in übergreifende Prozesse“, bemerkt der IT-Direktor selbstkritisch.
„Genau dort liegt für uns jedoch riesengroßes Potenzial. Um das vorzubereiten, passen wir gerade die Strukturen an, etwa mit einem verstärkten Ausbau der Key-User-Struktur.“
Alle müssen mitmachen
„Richtig eingestellt werden dort bereits alle wesentlichen Maßnahmen erfasst und samt interner Leistungen automatisiert zur Abrechnung weitergeleitet. Für die stationäre Abrechnung erwarte ich mir eine deutlich verbesserte Prozesssicherheit. In der Folge wird es weitere Verbesserungen geben müssen, damit möglichst alle relevanten Dokumentationen wie beispielsweise OP-Berichte und Arztbriefe zeitnah erstellt werden. Ich bin mir sicher, dass wir damit Verbesserungen in der Behandlungsqualität erreichen und auch wirtschaftlich positive Effekte spüren werden“, sagt Overath.
„Das müssen wir mit einer sorgfältigen Vorbereitung und der Abbildung als durchgängigen Prozess unterstützen. So bekommen wir am Ende einen höheren Stand an strukturierten Dokumenten und Daten, die nicht nur die Behandlungsqualität verbessern und die Abrechnung vereinfachen, sondern auch für Forschung und Lehre genutzt werden können“, betont der IT-Direktor.
„Was uns bereits in Teilen im OP-Bereich gut gelingt, müssen wir schrittweise in allen Ambulanzen, Stationen und Funktionsbereichen besser machen: die sinnvolle Nutzung der begrenzten Ressourcen, damit wir bessere Abläufe, eine höhere Behandlungsqualität und eine höhere Erlössicherung bekommen – und letztlich zufriedene Mitarbeiter und Patienten. Auch hier setzen wir auf die Unterstützung unseres Partners Dedalus HealthCare“, schließt Martin Overath.
www.dedalusgroup.de
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