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Medikamentenwahl - ein Gentest kann Leben retten!

Kostensparend und auch lebensrettend. Kein Wunschtraum, sondern Realität. Eine individuelle an den Patienten angepasste und aufeinander abgestimmte Auswahl der Medikamente sowie deren geeignete Dosierung mit Pharmakogenetik. Hier ein Fallbeispiel aus der Praxis.

, 23. Juli 2019 um 19:00
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Immer wieder wird diskutiert, inwieweit die aktuelle Evidenz im weiten Feld der Genetik bereits klinisch relevant und sinnvoll nutzbar ist. Trotz teilweise 20jähriger Evidenz ist dies auch im Fachbereich der Pharmakogenetik der Fall, welche sich mit den genetischen Einflüssen auf die Medikamentenverträglichkeit und -wirksamkeit beschäftigt.
Im aufklärenden Sinne danken wir somit Herrn Prof. Dr. Markus Béchir, Chefarzt und Leiter des Zentrums für Innere Medizin der Hirslanden Klinik Aarau und Verwaltungsratspräsident des Schweizer Paraplegiker Zentrums in Nottwil, für den Praxiseinblick in den nachfolgenden Patientenfall.
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    Prof. Dr. Markus Béchir

    https://www.hirslanden.ch/de/corporate/aerzte/3/prof-dr-med-markus-bechir.html

So schildert Prof. Dr. Béchir nachfolgend anonymisierten Patientenfall mitsamt Einverständnis des Patienten. Der heute 70-jährige Patient erlitt vor knapp sieben Jahren einen Schlaganfall. «Danach kam es zu einer Stenteinlage in einer hirnversorgenden Arterie» gemäss Prof. Dr. Béchir, sowie eine Thrombozytenaggregationshemmung mit Aspirin.
Gleichzeitig ist der Patient ​übergewichtig, hat einen ​Diabetes mellitus und eine arterielle ​Hypertonie​. Im weiteren Verlauf kommt es vor ca. zwei Jahren zu einer notfallmässigen ​Stenose einer Beinarterie mit Eröffnung bei einem akuten Gefässverschluss. In der Folge wurde eine doppelte Thrombozytenaggregationshemmung ergänzt mit dem Wirkstoff Clopidogrel durchgeführt.
Ca. ein halbes Jahr später erlitt der Patient einen ​Herzinfarkt unter der oben beschriebenen blutverdünnenden Medikation. Es erfolgte eine Stenteinlage und Weiterführung der Thrombozytenaggregationshemmung. Anlässlich einer Ulkusbehandlung an der Zehe wurde der Patient erneut hospitalisiert. Bei dieser maximalen Risikokonstellation wurde ein pharmokogenetischen Test veranlasst, da der Patient bei dieser Vorgeschichte auf eine suffiziente Therapie angewiesen ist. ​Die Testung ergab eine sogenannte Clopidogrel-Resistenz, das heisst, dass dieses, ggf. lebenswichtige, Medikament bei ihm nicht wirkt.
Retrospektiv kann somit ausgesagt werden, dass die Situation bei Diagnosestellung des genetischen Clopidogrel-Resistenz-Konstellation eine maximale Gefährdung des Patienten aufzeigte, so ist der ​Infarkt aufgetreten mit einer insuffizienten Sekundärprophylaxe und das Risiko für eine ​Stentthrombose und einen erneuten ​Verschluss des arteriellen Stromgebietes in den Beinen ist signifikant erhöht. Der Patient wurde hinsichtlich der Medikamententherapie profilgerecht ​umgestellt und in der Zwischenzeit sind ​keine weiteren Ereignisse aufgetreten. Interessanterweise gibt der Patient an seit Umstellung der Therapie vom nun nachweislichen unwirksamen Clopidogrel zu einer wirksamen Substanz, dass er viel schneller Blutungen entwickelt, wenn er sich minimal anstösst, was klinisch nachvollziehbar ist bei richtig wirkendenden Medikamenten dieser Art.
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Zusammengefasst lässt sich sagen, dass der Schutz des Patienten mit der Substanz Clopidogrel bei dieser genetischen Konstellation absolut nicht gegeben war und eine Umstellung dem Patienten eine Risikoreduktion von bis zu wahrscheinlich 50 Prozent für weitere, ggf. überlebensrelevante​, Effekte bringt.
Im Kontext des zuvor Beschriebenen überrascht die Tatsache, dass derartig indikationsbezogen sinnvolle Tests heutzutage noch wenig bis nicht in der klinischen Anwendung beobachtet werden. ​Dies ist umso mehr unerwartet, da diese in bewährter Form in der Schweiz verfügbar sind. Und dies zu einem Preis im dreistelligen Frankenbereich. Welcher in Relation zu den möglichen, lebensrettenden, Erkenntnissen daraus, in einem aus ethischer und gesundheitsökonomischer Sicht nicht kritischen Verhältnis steht, im Gegenteil.
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Aus dieser Praxis sprechen mit Dr. Kai Heib und Dietrich Hatz, MD, MBA, zwei Fachexperten von der SONOGEN AG in Zürich aus dem Bereich der Pharmakogenetik: «Heutzutage muss, bei ausreichend verfügbarer Evidenz, kein Patient mehr Sorge haben, dass seine Medikamente nicht wirken oder gar zu Nebenwirkungen und Komplikationen führen.
Im Gegenteil, auf Basis dessen, kann dem Behandler wie auch dem Patient fundierte Sicherheit gegeben werden, deren Wert sich natürlich besonders bei lebensbedrohlichen Krankheiten wie im zuvor genannten Patientenfall, herausstellt.»
Demnach bleibt zu hoffen, dass sich einerseits die fachliche Basis rasch fortentwickeln möge, aber uns besonders das Gesundheitssystem über die Leistungserbringer und -finanzierer, solche innovativ zielführende Lösungen den Patienten bei entsprechendem Bedarf aktiv zugänglich machen, damit vermeidbares Leid und die daraus resultierenden Folgen reduziert bis vermieden werden können.

Die SONOGEN AG

hat mit ​ihrem Expertensystem SONOGEN XP für die klinische Anwendung der Pharmakogenetik eine Lösung entwickelt, die den Arzt dabei unterstützt neue wissenschaftliche Erkenntnisse direkt in der klinischen Anwendung umzusetzen. Damit wird der Prozess beschleunigt, Ergebnisse universitärer Forschung schnell und effizient in der klinischen Praxis anzuwenden.
Pharmakogenetik (PGx) befasst sich mit dem Einfluss von Unterschieden im Erbgut (DNA) der Patienten auf die Wirkung von Medikamenten. Durch die Pharmakogenetik wird es im Idealfall möglich die Wirkung eines Medikaments bei einem bestimmten Patienten vorherzusagen. D.h. ob ein Medikament für diesen Patienten überhaupt geeignet ist und ob die Standarddosis richtig ist. Bei einer Unterdosierung kann es nicht wirken und bei einer Überdosierung besteht das Risiko mehr oder weniger schwerer Nebenwirkungen.
Das Ziel ist, eine individuell an den Patienten angepasste und aufeinander abgestimmte Auswahl der Medikamente zu treffen sowie die für diesen Patienten geeignete Dosierung zu verschreiben.


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