Sozialarbeitende wollen UPD-Sparkurs nicht hinnehmen

Die Sozialarbeit-Verbände künden Widerstand gegen die Sparmassnahmen der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern an.

, 25. Januar 2024 um 07:08
image
Die Universitären Psychiatrischen Dienste (UPD) Bern werden harsch kritisiert für ihren Sparkurs. | zvg
Die Universitären Psychiatrischen Dienste Bern (UPD) müssen sparen: Der Verwaltungsrat hat beschlossen, Stellen im internen Sozialdienst abzubauen und Angebote der sozialen Integration einzustellen, wie Medinside hier berichtete.

«Kurzsichtig» und «untragbar»

SAGES, der Schweizerische Fachverband für gesundheitsbezogene Soziale Arbeit, und Avenir Social, der Berufsverband Soziale Arbeit Schweiz, künden nun aber Widerstand dagegen an. «Die beschlossenen Massnahmen zeugen von Kurzsichtigkeit und sind ein weiteres Beispiel dafür, dass eine durch Spardruck geprägte Perspektive in der Gesundheitsversorgung zu gesellschaftlich untragbaren Entscheiden führt», kritisieren sie.

«Nicht ergänzend, sondern zentral»

Mit dem UPD-Beschluss werde ignoriert, welch zentrale Rolle die Soziale Arbeit in einer umfassenden Gesundheitsversorgung spiele.
Entgegen der UPD-Kommunikation sei der Einbezug der sozialen Dimension einer psychischen Erkrankung kein «ergänzendes Angebot», sondern ein zentraler Pfeiler einer umfassenden Gesundheitsversorgung.

Verbände wollen angehört werden

Es sei längst erwiesen, dass die soziale Integration von Menschen mit psychischen Problemen der entscheidende Faktor für eine Stabilisierung und Verbesserung ihrer Situation darstellt.
Die Forderung der Verbände lautet: Die UPD und der Kanton Bern sollen die Verbände anhören und den Beschluss rückgängig machen.
Artikel teilen
  • Share
  • Tweet
  • Linkedin
  • Whatsapp
  • Telegram
Kommentar

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Was ist Ihr Beruf?

Wo arbeiten Sie?*

undefined
undefined

*Diese Angaben sind freiwillig. Sie bleiben im Übrigen anonym.
Warum bitten wir Sie darum? Medinside bietet Ihnen die Informationen und Beiträge kostenlos. Das bedeutet, dass wir auf Werbung angewiesen sind. Umgekehrt bedeutet es idealerweise auch, dass Ihnen auf Medinside möglichst nur Werbung gezeigt wird, die zu Ihnen passt und die Sie interessant finden könnten.
Wenn wir durch solche Erhebungen Angaben über das allgemeine Profil des Medinside-Publikums gewinnen, nützt dies allen: Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, uns und unseren Kunden. Vielen Dank!


Mehr zum Thema

image

Psychiatriezentrum Münsingen: Neue Leitung der Klinik für Alters- und Neuropsychiatrie

Tilo Stauch wird Chefarzt, Oana Ghira wird stellvertretende Chefärztin und Eduard Felber wird Leiter Pflege,

image

PDAG: Neues Arbeitszeitmodell für alle Lebenslagen

150 Franken «Einspringpauschale» oder verbindliche Verfügbarkeiten: Mit einem neuen Modell wollen die Psychiatrischen Dienste Aargau dem Fachkräftemangel begegnen.

image

Privatklinik Hohenegg: Adrian Gehri wird CEO

Der ehemalige Spital-STS-Manager folgt im Mai 2025 auf Walter Denzler.

image

PDGR: Drei neue Chefärzte und eine Neuausrichtung in der Psychiatrie

Die Psychiatrischen Dienste Graubünden haben ein neues Konzept und besetzen zentrale Leitungspositionen in der Erwachsenenpsychiatrie neu.

image

Spital Wallis: Neuer Chefarzt Psychiatrie

Michele Marchese kommt vom Sanatorium Kilchberg.

image

Marc Kollegger definitiv CEO der PDGR

Der interimistische Leiter setzte sich gegen rund 40 Bewerbungen durch.

Vom gleichen Autor

image

Medikamente: Diese fünf Irrtümer müssen alle kennen

Epinephrin statt Ephedrin? Solche Verwechslungen können tödliche Folgen haben. Gut zu wissen, wo die grössten Gefahren lauern.

image

«Hausarzt ist kein Beruf, den man subventionieren muss»

Ein Arzt macht vor, wie eine Berggemeinde zu medizinischer Versorgung kommt. Und er kritisiert Kollegen, die einfach ihre Praxis schliessen.

image

Pflegefachleute verschreiben so sachkundig wie Ärzte

Das dürfte das Pflegepersonal freuen: Es stellt laut einer US-Studie genauso kompetent Arzneimittel-Rezepte aus wie Ärzte.