Spital Riggisberg: Nur noch vier Operationstage pro Woche

Die Insel Gruppe reduziert die OP-Tage am Spital Riggisberg: Statt an fünf wird ab April an vier Tagen operiert – aus Kostengründen und wegen geringer Auslastung.

, 25. März 2025 um 08:44
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Bild: Insel Gruppe
Seit Mitte Januar ist bekannt: Die Insel Gruppe prüft, ob die Operationssäle am Spital Riggisberg noch ausreichend ausgelastet sind, um den aktuellen Betrieb zu rechtfertigen. Nach den Schliessungen der Standorte Münsingen und Tiefenau sorgte diese Ankündigung in der Region für Verunsicherung – schnell stand die Frage im Raum, ob nun auch Riggisberg auf der Kippe steht.
Inzwischen ist klar: Eine Schliessung steht nicht zur Diskussion, aber in der Chirurgie wird reduziert. Wie die «Berner Zeitung» schreibt, wird ab dem 1. April im Spital Riggisberg nur noch an vier statt fünf Tagen pro Woche operiert. Grund dafür ist die rückläufige Auslastung der beiden Operationssäle.
Hintergrund ist die finanziellen Situation der Insel Gruppe: Trotz einem besseren Ergebnis als erwartet, schloss das Unternehmen das Jahr 2024 erneut mit einem Defizit ab. Eine Rückkehr in die Gewinnzone wird frühestens 2026 erwartet – auch Riggisberg ist von den Sparmassnahmen betroffen.
Dennoch zeigt sich Jörg Isenegger, Chefarzt der inneren Medizin und ärztlicher Leiter des Spitals, zuversichtlich. Gegenüber der «BZ» betont er, dass der Standort auf Kurs sei. Die Signale aus der Direktion werte er insgesamt positiv – etwa mit Blick auf kürzlich getätigte Investitionen: «Wir haben einen neuen Computertomografen erhalten, eine wichtige Investition», so Isenegger. Das neue Gerät kostete rund 500'000 Franken und soll insbesondere bei Notfällen schnelle Diagnosen ermöglichen.
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