Trotz Defizit: Hoch Health Ostschweiz sieht sich auf Kurs

Der Zusammenschluss der St. Galler Spitäler wurde Anfang Jahr vollzogen. Die neue Gruppe startet mit Verlust, aber auch mit Zuversicht ins erste Jahr.

, 25. März 2025 um 12:20
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Bild: Screenshot/TVO
Die neu gegründete Spitalgruppe Hoch Health Ostschweiz, bestehend aus dem Kantonsspital St.Gallen sowie den ehemaligen Spitälern Grabs/Altstätten, Wil und Linth, schliesst das Geschäftsjahr 2024 mit einem Verlust von 0,8 Millionen Franken ab.
Das operative Ergebnis – bereinigt um Sondereffekte wie die Auflösung von Rückstellungen – lag bei minus 25 Millionen Franken. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Verbesserung um 34 Millionen Franken.
Gesamthaft hat Hoch Health Ostschweiz 2024 einen Umsatz von 1,4 Milliarden Franken erwirtschaftet.
Die stationären Fallzahlen konnten mit 62'300 Patienten auf Vorjahresniveau gehalten werden, während die Zahl der ambulanten Behandlungen auf 855'700 leicht anstieg.
Die Ebitda-Marge verbesserte sich von 1,2 auf 6,1 Prozent. Dazu hätten sowohl Effizienzsteigerungen als auch zusätzliche Erträge und Sondereffekte beigetragen, heisst es in einer Mitteilung.

«Noch nicht am Ziel»

Die Geschäftsleitung und der Verwaltungsrat bewerten die Entwicklung als positives Signal. Verwaltungsratspräsident Stefan Kuhn und Interims-CEO Simon Wildermuth erklärten an der Jahresmedienkonferenz, man sei auf dem richtigen Weg, aber noch nicht am Ziel. Es gelte, die Kosten konsequent im Griff zu behalten und auch Abläufe zu optimieren. Für eine nachhaltige Verbesserung der finanziellen Situation brauche es aber zwingend auch kostengerechte Tarife.
Laut Simon Wildermuth verlief der Übergang zur neuen Konzernstruktur reibungslos – vielerorts habe sich bereits ein neuer gemeinsamer Geist bemerkbar gemacht. Nun gelte es, die Integrationsphase entschlossen weiterzuführen.
Auch abseits der Fusion wurden 2024 wichtige Projekte umgesetzt. Am Standort St.Gallen ging der Neubau Haus 07 vollständig in Betrieb. Weitere Investitionen betrafen den Ausbau von OP-Infrastrukturen, die Einführung neuer robotergestützter Operationssysteme sowie den Start eines standortübergreifenden Klinikinformationssystems. An allen Standorten wurde zudem das Angebot für Zusatzversicherte erweitert.

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Quelle: Screenshot/TVO


  • Die Geschäftsberichte 2024 werden Ende April veröffentlicht.

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