Ärztinnen und Ärzte haben in der Schweiz das höchste Ansehen

Fachärztinnen und -ärzte stehen in der Hierarchie der Berufe ganz oben, während Küchenhilfen am unteren Ende zu finden sind. Das zeigt eine neue Studie.

, 14. Februar 2023 um 09:35
image
Symbolbild Unsplash
1500 Personen bewerten in einer Umfrage von «Social Change in Switzerland», ein Forschungsprojekt des Schweizer Kompetenzzentrums Sozialwissenschaften und der Universität Lausanne, eine Reihe von Berufen nach ihrem sozialen Ansehen.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ordneten so jedem Beruf einen Wert zu, der seinem Ansehen entspricht.

Ärzte führen Liste an

Die höchsten Werte erzielten neben Ärzten, Universitätsprofessorinnen, Führungskräfte, Pilotinnen und Richter.
Am unteren Ende der Hierarchie finden sich neben Küchenhilfen auch Reinigungs- und Verpackungsberufe sowie Fabrikarbeiter und Ladenkassiererinnen.
Im Mittelfeld der Rangliste finden sich Dienstleistungs- und Handwerksberufe. Im Gegensatz zu früher seien Arbeiterinnen und Arbeiter oft angesehener als Vertreter von gering qualifizierten Dienstleistungsberufen, stellten die Forscher in der Studie fest.

Bildung entscheidend

Die beiden Hauptfaktoren, die erklären, warum ein Beruf ein hohes Ansehen geniesst, seien Bildung und Einkommen, während der Anteil von Frauen oder Migranten in einem Beruf keinen Einfluss habe.
Ebenso wenig unterschied sich bei den meisten Berufen die Bewertung des Prestiges, wenn den Befragten ein Beruf in weiblicher (Verkäuferin) oder männlicher (Verkäufer) Form präsentiert wurde.
Ausnahmen bildeten dabei die Berufe Kosmetikerin und Hebamme, bei denen die weibliche Version prestigeträchtiger ist, sowie die Berufe Feuerwehrmann und Zimmermann, bei denen die männliche Form ein höheres Ansehen geniesst.

Internationaler Vergleich

Diese Schweizer Daten verglichen die Autorinnen und Autoren mit einer internationalen Skala. Die Skalen stimmten grösstenteils überein - mit zwei Ausnahmen:
In der Schweiz hatten technische und Pflegeberufe, die in der Berufsbildung erlernt werden, ein höheres Ansehen als auf internationaler Ebene.
Im Gegensatz dazu hatten Berufe wie Verkäuferinnen, Sekretärinnen oder Büroangestellte in der Schweiz ein geringeres Ansehen als auf internationaler Ebene.
Quelle: Keystone-SDA
Artikel teilen
  • Share
  • Tweet
  • Linkedin
  • Whatsapp
  • Telegram
Kommentar

2 x pro Woche
Abonnieren Sie unseren Newsletter.

oder

Was ist Ihr Beruf?

Wo arbeiten Sie?*

undefined
undefined

*Diese Angaben sind freiwillig. Sie bleiben im Übrigen anonym.
Warum bitten wir Sie darum? Medinside bietet Ihnen die Informationen und Beiträge kostenlos. Das bedeutet, dass wir auf Werbung angewiesen sind. Umgekehrt bedeutet es idealerweise auch, dass Ihnen auf Medinside möglichst nur Werbung gezeigt wird, die zu Ihnen passt und die Sie interessant finden könnten.
Wenn wir durch solche Erhebungen Angaben über das allgemeine Profil des Medinside-Publikums gewinnen, nützt dies allen: Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, uns und unseren Kunden. Vielen Dank!


Mehr zum Thema

image

Tropeninstitut: Schlechte Nachricht für Tuberkulosepatienten

Eine Studie vom Swiss TPH zeigt, dass sich Resistenzen gegen das kürzlich von der WHO empfohlene neue Behandlungsschema für MDR-TB zwischen Patienten ausbreitet.

image

Zukunftsvisionen für die Gesundheitsversorgung

Beim Roche Forum 2024 diskutierten Expertinnen und Experten zentrale Herausforderungen der Schweizer Gesundheitsversorgung und setzten wertvolle Impulse für die Zukunft.

image

Ein «Curriculum» für junge Hausärztinnen und Hausärzte

Das Spital Bülach hat eine Lösung gegen den Hausärztemangel: Es bildet Ärzte und Ärztinnen speziell fürs Zürcher Unterland aus.

image

Neuer Präsident der Gesellschaft für Dysphagie

Bartosz Bujan von der Klinik Lengg wird Nachfolger von Jörg E. Bohlender

image

In Deutschland droht der nächste Ärzte-Streik

60'000 Spitalärzte prüfen den Ausstand. Womit die Streikwelle in Europas Gesundheitswesen bald den nächsten Höhepunkt erreichen könnte.

image

Einstimmig: Zürich soll Medizin-Studienplätze massiv ausbauen

Der Kantonsrat beauftragt die Regierung, zu berechnen, wie 500 zusätzliche Plätze geschaffen werden könnten.

Vom gleichen Autor

image

Kinderspital verschärft seinen Ton in Sachen Rad-WM

Das Kinderspital ist grundsätzlich verhandlungsbereit. Gibt es keine Änderungen will der Stiftungsratspräsident den Rekurs weiterziehen. Damit droht der Rad-WM das Aus.

image

Das WEF rechnet mit Umwälzungen in einem Viertel aller Jobs

Innerhalb von fünf Jahren sollen 69 Millionen neue Jobs in den Bereichen Gesundheit, Medien oder Bildung entstehen – aber 83 Millionen sollen verschwinden.

image

Das Kantonsspital Obwalden soll eine Tochter der Luks Gruppe werden

Das Kantonsspital Obwalden und die Luks Gruppe streben einen Spitalverbund an. Mit einer Absichtserklärung wurden die Rahmenbedingungen für eine künftige Verbundlösung geschaffen.