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Schweizer Spitäler könnten bei der Nachsorge nachbessern
Ein Bericht zeigt: Im Vergleich mit anderen Ländern müssten sich Schweizer Spitäler nach dem Austritt noch mehr um ihre Patienten kümmern.
, 12. Dezember 2024 um 06:31- Michael Dorn, «Erfahrungen der Wohnbevölkerung ab 65 Jahren mit dem Gesundheitssystem – Situation in der Schweiz und im internationalen Vergleich», Obsan-Bericht 18/2024, November 2024.
- Für 86 Prozent der entlassenen Patienten, die eine Folgebehandlung benötigten, wurde diese durch das Spital beim nachfolgenden Leistungserbringer sichergestellt. Bei diesem Punkt liegt die Schweiz im internationalen Vergleich an der Spitze der untersuchten Länder.
- Etwas weniger gut sieht es wiederum bei den verschriebenen Medikamenten aus: Nur bei 75 Prozent wurden vor Spitalaustritt alle verschriebenen Medikamente – einschliesslich der bereits vor dem Spitalaufenthalt eingenommenen – von jemandem kontrolliert. Das entspricht im internationalen Vergleich einem Rang im vorderen Mittelfeld. In den USA finden solche Kontrollen häufiger statt, während in Deutschland und Schweden nur in etwa der Hälfte der Fälle alle Medikamente kontrolliert werden.
- 85 Prozent der über 65-Jährigen hatten nach einem Spitalaufenthalt das Gefühl, zu Hause die Unterstützung und Dienstleistungen zu erhalten, die sie zur Bewältigung ihres Gesundheitsproblems benötigten. Zum Vergleich: In den USA sind es 93 Prozent, in Schweden 75 Prozent.
30 Prozent waren im Spital
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