Der Spital-Neubau im Entlebuch wurde schon vor elf Jahren beschlossen. Doch immer wieder musste neu geplant werden. Der Eröffnungstermin war zuerst auf Ende 2022 angesagt.
Vielleicht 2027?
Im März 2021 rechnete das Luzerner Kantonsspital (Luks) damit, dass es wohl 2025 oder 2026 wird,
wie Medinside damals berichtete. Nun soll es 2027 eröffnet werden. Vorgesehen sind Baukosten von 110 Millionen Franken.
Das Spital Wolhusen wird neben der Grundversorgung samt Gebärabteilung und Gynäkologie auch einen rund um die Uhr besetzten Notfall anbieten. Ausserdem wird das Spital zwei Schwerpunkte betreiben: Orthopädie und Rehabilitation.
Keine Intensivpflege mehr
Was es nicht mehr geben wird: Die Intensivpflegestation (IPS). Dieser erteilte die Regierung kürzlich definitiv eine Absage. Das heisst, dass es im Spitalneubau keine komplizierten Eingriffe mehr geben wird und Schwerkranke nach Luzern oder Sursee verlegt werden müssen.
So wird das neue Spital Wolhusen aussehen. | zvg
Der flache Neubau im nördlichen Bereich des Spitalareals hat nur zwei Stöcke. Es sind 80 Betten vorgesehen. Den Innenausbau will das Spital aber möglichst flexibel halten.
Mehr Therapieraum
Es gab nämlich bereits Änderungen, weil entgegen der Planung das Reha-Angebot ausgebaut wird. Deshalb muss der Therapiebereich grösser werden; dafür fällt die geplante Hausarztpraxis weg.
Kanton stützt Wolhusen
Dass ein Regionalspital floriert und einen Neubau erhält, ist nicht ganz selbstverständlich. Luks-Direktor Benno Fuchs sagt gemäss einer Medienmitteilung: «Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Luks Wolhusen ist auch die enge Zusammenarbeit mit den freipraktizierenden Hausärztinnen und Hausärzten sowie der Spitex und den Alters- und Pflegeheimen in der Region Entlebuch und Luzerner Hinterland.»
Noch wichtiger dürfte allerdings sein, dass der Kanton Luzern bereit ist, das Spital zu finanzieren: Es sei nicht nur für die Gesundheitsversorgung, sondern auch wegen der Arbeits- und Ausbildungsplätze, sagte Regierungspräsident und Vorsteher des Gesundheits- und Sozialdepartements Guido Graf. Deshalb sei der auch bereit, das zu erwartende strukturelle Defizit des Spitals über gemeinwirtschaftliche Leistungen auszugleichen.