Kommt die Impfung für Kinder jetzt in der Schweiz?

Moderna beantragt die Zulassung für sein Vakzin für Kinder im Alter von 6 bis 11 Jahren. Dies, während andere Länder auf die Moderna-Impfung bei unter 30-Jährigen wegen Herzproblemen verzichten.

, 18. November 2021 um 10:37
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Moderna will die Impfung gegen das Coronavirus auf Kinder ab 6 Jahren ausweiten. (Symbolbild Freepic)
Auf mRNA basierende Covid-19 Impfstoffe sind aktuell in der Schweiz für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen und von der Eidgenössischen Kommission für Impffragen (EKIF) empfohlen. Moderna hat bei Swissmedic ein Gesuch eingereicht, die Indikation des Covid-19 Impfstoffs Spikevax auf Kinder ab 6 Jahren auszuweiten. 
Der Covid-19 Impfstoff Spikevax von Moderna ist in der Schweiz seit dem 9. August 2021 für Jugendliche ab 12 Jahren zur Prävention der Covid-19 Krankheit zugelassen. Mit der beantragten Erweiterung soll die Indikation Sechs- bis Elfjährige einschliessen, teilt das BAG mit. 
Die eingereichten Unterlagen beinhalten erste Ergebnisse einer fortlaufenden klinischen Studie mit beinahe 5'000 Teilnehmenden in dieser Altersgruppe. Die Probanden erhielten im Abstand von 28 Tagen zwei gegenüber der Erwachsenendosis reduzierte Impfdosen.
Swissmedic prüfe die laufend eingehenden Gesuchs-Unterlagen beschleunigt, aber ohne Abstriche bei der wissenschaftlichen Prüfung. Wann ein Entscheid über das Nutzen-/Risikoprofil in dieser Altersgruppe möglich sei, hänge auch von allenfalls notwendigen zusätzlichen Informationen zur Sicherheit, Wirksamkeit oder Qualität ab.

Herzprobleme bei unter 30-Jährigen

Bleibt abzuwarten, zu was sich Swissmedic entscheidet. Etwas wundern würde eine Zulassung alleweil: So hat zum Beispiel die Ständige Impfkommission (DE)  ihre Impfempfehlung angepasst: Weil mit Moderna häufiger Herzprobleme auftreten, sollen unter 30-Jährige nur noch mit Biontech geimpft werden. Island hatte Impfungen mit Moderna eine Zeitlang verboten und setzt bei Auffrisch-Imfpungen auf Biontech. 
Aus den selben Gründen hatten Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden  die Verwendung von «Moderna» eingeschränkt. Schweden und Finnland bei den unter 30-Jährigen vollständig, weil das Risiko einer Herzmuskelentzündung und der Membran, die das Herz bedeckt, bei dieser Altersgruppe erhöht sei.

 

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